Mögliche Spätfolgen der Pandemie beim malignen Melanom befürchtet
Bei Früherkennung und Therapie keine Zeit zu verlieren
Sehr geehrter Frau Dr. xy,

zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie werden deren Auswirkungen auf die Versorgung des malignen Melanoms sichtbar. So wurden allein in Deutschland im März 2020 knapp 70 % weniger Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorgenommen.1 Daher ist es wichtiger denn je, bei der Früherkennung und Therapie keine Zeit zu verlieren.2 Bei Patient*innen mit fortgeschrittenem Melanom und einer BRAFV600-Mutation hat sich unter anderem die Kombination aus Encorafenib (BRAFTOVI®)* plus Binimetinib (MEKTOVI®)* bewährt.3–10

Früherkennungsuntersuchungen stark eingebrochen
Erste Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der Früherkennungsuntersuchungen seit dem ersten Lockdown im März 2020 stark eingebrochen ist. Im Vergleich zu 2019 sank die Zahl der Untersuchungen in Deutschland um fast 70 % und blieb auch im zweiten und dritten Quartal unter den Vorjahreswerten.1 Während für Deutschland, Österreich und die Schweiz noch keine Daten hinsichtlich der Anzahl der Diagnosen vorliegen, deutet ein Blick auf andere europäische Länder auf einen Einbruch bei den Hautkrebsdiagnosen 2020 hin, wie beispielswiese in Italien beobachtet wurde.2

Mehr Melanome in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert
Erste Daten aus Griechenland und Frankreich zeigen, dass in beiden Ländern insgesamt weniger Melanome diagnostiziert wurden als zu erwarten gewesen wäre.11,12 Zusätzlich wurden mehr Melanome in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. In Griechenland wurden im Jahr 2020 signifikant mehr Fälle in den Stadien IIC, III und IV festgestellt als in den Jahren zuvor.11 Nach dem ersten Lockdown 2020 in Frankreich verdoppelte sich der Anteil diagnostizierter Melanome im Stadium III im Vergleich zu 2019 (13 % vs. 6 %), wohingegen der Anteil von Melanomen im Stadium IV konstant blieb (1 % vs. 2 %).12 Die Folgen dieser verzögerten Diagnosen für das Gesundheitssystem und der Einfluss auf den Therapiebedarf zukünftiger Fälle bleiben abzuwarten.
Zielgerichtete Kombinationstherapie zeigt intrakranielle Wirksamkeit
Insbesondere beim fortgeschrittenen malignen Melanom gilt es rasch zu handeln, zumal unter anderem Hirnmetastasen eine Komplikation sein können.13 In diesem Setting kann eine ziel- gerichtete Therapie das Outcome verbessern.14–16 Eine intrakranielle Wirksamkeit bei Patient*innen mit fortgeschrittenem, BRAF-mutiertem malignem Melanom wurde bei der Kombination aus Encorafenib plus Binimetinib beobachtet.4,5,16-18
Patient*innen im fortgeschrittenen Stadium können von zielgerichteter Therapie profitieren
Erste Erkenntnisse aus dem Versorgungsalltag von Patient*innen mit einem fortgeschrittenen, BRAFV600-mutierten malignen Melanom unter Encorafenib (BRAFTOVI®)* plus Binimetinib (MEKTOVI®)* deuten auf eine adäquate Sicherheit hin.4–6 Das bisher beobachtete Verträglichkeitsprofil stimmt weitgehend mit den Ergebnissen der COLUMBUS*-Studie (mediane Nachverfolgungszeit: 8,1 Monate) überein. 3,6–9
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Wichtiger Terminhinweis: Hautkrebsmonat Mai
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Herzliche Grüße und bis bald
Ihr Onkologie-Team von Pierre Fabre

*Pflichttexte unter: https://www.oncosite.de/fachkreise/melanom/downloads

**Design der Studie COLUMBUS Part I:
Part I der randomisierten, offenen, aktiv-kontrollierten Phase-III-Studie COLUMBUS verglich die Wirksamkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie mit Encorafenib plus Binimetinib mit den BRAF-Inhibitor-Monotherapien Vemurafenib bzw. Encorafenib. Eingeschlossen wurden 577 Patient*innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem malignen Melanom mit BRAFV600-Mutation (Subtyp V600 E oder K), die im fortgeschrittenen Stadium unbehandelt waren oder einen Progress nach einer Linie mit Immuntherapie aufwiesen. Die Randomisierung erfolgte im Verhältnis 1:1:1 in die folgenden Therapiearme: Encorafenib 450 mg einmal täglich + Binimetinib 45 mg zweimal täglich (COMBO450; N = 192), Encorafenib 300 mg einmal täglich (ENCO300; N = 194) oder Vemurafenib 960 mg zweimal täglich (VEM; N = 191). Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS) nach zentraler Auswertung unter der Kombinationstherapie im Vergleich zur Monotherapie mit Vemurafenib. Siehe auch [8, 9]


Literatur
1. Mangiapane S et al. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland. 2021. Abrufbar unter: https://www.zi.de/publikationen/trendreport-covid-krise (Zugriff am: 13.04.2022 )
2. Cariti C et al. Cancers (Basel). 2021; 13(23).
3. Dummer R et al. Journal of Clinical Oncology. 2021; 39(15_suppl): 9507–.
4. Fachinformation BRAFTOVI® unter https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/braftovi.
5. Fachinformation MEKTOVI® unter https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/mektovi.
6. Richtig E et al. Journal of Clinical Oncology. 2021; 39(15_suppl): 9555–.
7. Ascierto PA et al.Eur J Cancer. 2020; 126: 33–44.
8. Dummer R et al. The Lancet Oncology. 2018; 19(10): 1315–27.
9. Dummer R et al. The Lancet Oncology. 2018; 19(5): 603–15.
10. Gogas H et al. Eur J Cancer. 2021; 152: 116–28.
11. Lallas A et al. J Am Acad Dermatol. 2021; 85(3): 721-3.
12. Molinier R et al. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2021: 10.1111/jdv.17802.
13. Gutzmer R et al. Cancer Treat Rev. 2020; 89: 102083.
14. Saberian C et al. Neurooncol Adv. 2021; 3(Suppl 5): v75-v85.
15. Drago JZ et al. Melanoma Res. 2019; 29(1): 65–9
16. Holbrook K et al. Cancer. 2020 Feb 1;126(3):523-530. doi: 10.1002/cncr.32547. Epub 2019 Oct 28.
17. Khullar K et al. Melanoma Res. 2021; 31(4): 393–6.
18. Marquez-Rodas I et al. Annals of Oncology (2021) 32 (suppl_5): S867-S905. 10.1016/annonc/annonc706.

Braftovi® 50 mg/75 mg Hartkapseln. Wirkstoff: Encorafenib Zus.: 1 Hartkapsel enth. 50 mg/75 mg Encorafenib. Sonst. Bestandt.: Kapselinhalt: Copovidon (E1208), Poloxamer 188, mikrokristall. Cellulose (E460i), Bernsteinsäure (E363), Crospovidon (E1202), hochdisperses Siliciumdioxid (E551), Magnesiumstearat (E470b). Kapselhülle: Gelatine (E441), Titandioxid (E171), Eisen(III)-oxid (E172), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172), Eisen(II,III)-oxid (E172). Druckertinte: Schellack (E904), Eisen(II,III)-oxid (E172), Propylenglykol (E1520). Anw.: Encorafenib in Kombin. m. Binimetinib zur Behandl. von Erw. m. nicht-resezierbarem od. metastasiertem Melanom mit BRAF-V600-Mutation. Encorafenib in Kombin. m. Cetuximab zur Behandl. von Erw. m. metastasiertem Kolorektalkarzinom mit einer BRAF-V600E-Mutation, die eine syst. Vortherapie erhalten haben. Gegenanz.: Überempfindlichk. gg. d. Wirkstoff od. einen d. sonst. Bestandt. Nebenw. bei gleichztg. Anw. von Braftovi und Binimetinib zur Beh. des Melanoms: Sehr häufig: Anämie, periph. Neuropathie, Schwindelgefühl, Kopfschm., Sehstörungen, Ablösung retinales Pigmentepithel, Blutungen, Hypertonie, Abdominalschm., Diarrhoe, Erbrechen, Übelkeit, Obstipation, Hyperkeratose, Hautausschlag, trock. Haut, Pruritus, Alopezie, Arthralgie, Muskelerkrankungen/Myalgie, Rückenschm., Schm. in d. Extremitäten, Pyrexie, periph. Ödem, Fatigue, Anstieg Kreatinkinase im Blut, Anstieg Transaminasen, Anstieg Gamma-Glutamyl-Transferase. Häufig: Plattenepithelkarzinom d. Haut, Basalzellkarzinom, Papillom d. Haut, Überempfindlichk., Geschmacksstörung, Uveitis, linksventrikul. Dysfunktion, venöse Thromboembolie, Kolitis, akneiforme Dermatitis, palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom, Erythem, Pannikulitis, Photosensitivität, Nierenversagen, Anstieg von: Kreatinin im Blut, alkal. Phosphatase im Blut, Amylase, Lipase. Gelegentl.: Gesichtslähmung, Pankreatitis, Rhabdomyolyse. Bei alleiniger Anw. v. Braftovi im Rahmen von klin. Studien mit Melanom-Pat.: Sehr häufig: Papillom d. Haut, melanozytärer Nävus, vermind. Appetit, Schlaflosigk., Kopfschm., periph. Neuropathie, Geschmacksstörung, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom, Hyperkeratose, Hautausschlag, trock. Haut, Pruritus, Alopezie, Erythem, Hyperpigment. d. Haut, Arthralgie, Myalgie, Schm. inaa d. Extremitäten, Rückenschm., Fatigue, Pyrexie, Anstieg Gamma-Glutamyl-Transferase. Häufig: Plattenepithelkarzinom d. Haut, neues prim. Melanom, Überempfindlichk., Gesichtslähmung, supraventrikul. Tachykardie, akneiforme Dermatitis, Exfoliation der Haut, Photosensitivität, Arthritis, Nierenversagen, Anstieg von: Transaminasen, Kreatinin im Blut, Lipase. Gelegentl.: Basalzellkarzinom, Uveitis, Pankreatitis, Anstieg Amylase. Nebenw. bei gleichztg. Anw. von Braftovi und Cetuximab zur Beh. des Kolorektalkarzinoms: Sehr häufig: Melanozytärer Nävus, vermind. Appetit, Schlaflosigk., periph. Neuropathie, Kopfschm., Blutungen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Abdominalschm., Diarrhoe, akneiforme Dermatitis, Hautausschlag, trock. Haut, Pruritus, Arthralgie/muskuloskelettale Schm., Myopathie/Muskelerkrankungen, Schm. in d. Extremitäten, Rückenschm., Fatigue, Pyrexie. Häufig: Plattenepithelkarzinom d. Haut, Papillom d. Haut, neues prim. Melanom, Überempfindlichk., Schwindelgefühl, Geschmackstörung, supraventrikul. Tachykardie, Hyperpigment. D. Haut, palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom, Hyperkeratose, Alopezie, Erythem, Nierenversagen, Anstieg Kreatinin im Blut, Anstieg Transaminasen. Gelegentlich: Basalzellkarzinom, Pankreatitis, Exfoliation der Haut, Anstieg Amylase, Anstieg Lipase Nicht über 30°C lagern. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Verschreibungspflichtig. Weitere Hinweise: siehe Fachinformation. Stand: 01/2022

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Pierre Fabre ist das zweitgrößte Dermo-Kosmetik-Labor der Welt, der zweitgrößte private französische Pharmakonzern und zugleich Marktführer in Frankreich im Bereich rezeptfreier Apotheken-Produkte.

Im Jahr 2020 erwirtschaftete Pierre Fabre einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, wovon 65 % auf das internationale Geschäft entfielen.

Der Konzern, der seit seiner Gründung im Südwesten Frankreichs ansässig ist und über 95 % seiner Produkte in Frankreich herstellt, beschäftigt weltweit rund 10 000 Mitarbeiter*innen. Seine Produkte werden in ca. 130 Ländern vertrieben.

Pierre Fabre befindet sich zu 86 % im Besitz der Fondation Pierre Fabre, einer staatlich anerkannten gemeinnützigen Stiftung, und zu einem kleineren Teil über ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Besitz der Mitarbeiter*innen.

Im Jahr 2019 bewertete Ecocert Environment den Konzern hinsichtlich seiner sozialen und ökologischen Verantwortung nach der Norm ISO 26000 für nachhaltige Entwicklung. Pierre Fabre erhielt dabei die ECOCERT-26000-Einstufung „Excellence“.

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